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Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Daten.


Carona hat alle unsere Aktivitäten gestoppt.

Ausgenommen die Ausgabe der Lebensmittel, >siehe Angebot

Auch die Kleiderkammer ist wieder geöffnet. >>> siehe Kleiderkammer


Berichte zum vergangenen Jahr  2020

Der Glonner Tisch dankt allen Förderern und Helfern aufs Herzlichste!

Seit November 2007, also seit nunmehr 14 Jahren, läuft der Glonner Tisch als ökumenisches Programm zur gerechten Verteilung von Lebensmitteln mit Ihrer Hilfe! Die Ausgabe erfolgt donnerstags um 10:00 Uhr am Seiteneingang des katholischen Pfarrheims.

Unsere Lieferanten tragen mit ihren Lebensmittelspenden dazu bei, dass der Warentisch jede Woche wieder reichhaltig gedeckt ist und wir unbürokratisch und effektiv helfen können. Auch und gerade in der durch Corona geprägten schwierigen Zeit. Der Glonner Tisch konnte seit Ausbruch der Pandemie durchgehend bis heute „gedeckt“ bleiben! Ein großer Dank an alle, die daran mitwirken. Das können aus Gründen des Gesundheitsschutzes verständlicher Weise nicht alle Helfer*innen sein, aber es gab auch eine Zeit vor Corona!

Rückblickend auf das Jahr 2020 möchten wir allen danken: Den Fahrer*innen, die monatlich seit 14 Jahren im Team eine Fahrt mit dem eigenen Pkw bestreiten. Das sind 160 Fahrten pro Team. Wenn die Hälfte der Fahrten mit dem jeweils eigenen Pkw geleistet wird, dann übernimmt jeder Fahrer 80 Fahrten und fährt 1.200 Kilometer. Dafür hat er Benzin für 108,00 Euro getankt und 240 Stunden ehrenamtliche Zeit aufgewendet. Das entspricht einer Arbeitszeit von 6 Wochen á 40 Stunden. Wollte man diese ehrenamtliche Arbeit bezahlen, so müsste man 3.600,00 Euro in die Hand nehmen, gerechnet mit einem Stundenlohn von 15 Euro pro Stunde. Zuzüglich der Benzinkosten ist dem Gemeinwohl eine Geldwertsumme von 3.708,00 Euro geschenkt! Der Glonner Tisch wird aktuell von 18 Fahrer*innen im Monat unterstützt! Eine Helferin leistet derzeit beim Einsortieren der Waren, Packen der Kisten und bei der Ausgabe der Waren fünf volle Stunden wöchentlich – monatlich sind hier bis zu 35 Personen im Einsatz!

Grund genug für ein großes DANKE.

Dieses gilt auch der Gartenbesitzerin mit den Äpfeln aus dem heimischen Garten, der unermüdlichen Bäckerin, die seit 14 Jahren Dankeschön-Weihnachtssterne für Helfer*innen und Spender*innen herstellt und dem Imkerverein für den regional erzeugten Honig. Dies alles trägt zu einem reichhaltigen Speiseplan und zu einer gesunden Ernährung unserer Kunden bei.

Der Dank gilt auch dem immer aufmerksamen Betreuer der Homepage des Glonner Tischs www.glonner-tisch.de und allen Bürger*innen, die über die Kleiderkammer dem Glonner Tisch spenden.

AusgabetischAusgabe im Flur

Zur Zeit nehmen zwischen etwa 25 Bedarfsgemeinschaften die Lebensmittel des Glonner Tischs in Anspruch. Hinter diesen Personen stehen meist mehrköpfige Familien, so dass mindestens 80 Personen vom Glonner Tisch profitieren. Nicht nur, dass wir diese Menschen mit einwandfreien und tadellosen Lebensmitteln unterstützen – wir sind auch ein Fixpunkt in der coronagebeutelten Zeit. Mit einem durchdachten Hygiene- und Ausgabekonzept können wir weiterhin helfen. 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest in Fülle und Gesundheit und Zuversicht für das neue Jahr 2021.



Du stellst meine Füße auf weiten Raum – Die Kraft des Wandels Betrachtungen zum Hungertuch 2021
„Eine andere Welt ist möglich. Diese Hoffnung möchte ich verbreiten“ sagt die chilenische Künstlerin Lilian Moreno Sánchez, die seit 1996 in Deutschland lebt und in Augsburg arbeitet. Ihr Hungertuch ist mehr als einen Blick wert. Es konfrontiert uns eindrucksvoll mit Zerbrechlichkeit, Mut und dem Willen zur Veränderung. Der Psalm 31.9 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ beschreibt die Not der Gefangenschaft im babylonischen Exil vor 2500 Jahren. Erfahrungen von Krankheit, Einsamkeit, Unterdrückung und Verzweiflung werden in diesem Psalm verarbeitet. Der Psalm ermutigt zur Veränderung. Da gibt es einen weiten Raum, der durchschritten werden will. Tiefgreifende Veränderungen werden möglich. Später wird Wasser zu Wein, Krankheit gewandelt in seelische Gesundheit. Lazarus steht auf und geht.

Das Bild entsteht zu Beginn der Pandemie. Es ist mit wenigen Farben und auf ungewöhnlicher Leinwand gestaltet: Bettwäsche aus einem Krankenhaus und dem Kloster Beuerberg, mit Flecken und Falten, alles andere als glatt und makellos, ist gespannt. Darauf: Schwarze Linien umreißen das Röntgenbild eines Fußes, der mehrfach gebrochen ist. Es ist der Fuß eines Menschen, der auf dem „Platz der Würde“ in Santiago de Chile schwer verletzt wurde. Dort protestieren seit 2019 Menschen gegen ungerechte Verhältnisse. Sie werden dafür von der Staatsgewalt gedemütigt, geschlagen und misshandelt.

Aber warum in dieser Not die Kraft des Wandels beschwören? Lilian Moreno Sánchez glaubt an Veränderung, die möglich wird, wenn man sich den Gewalterfahrungen der Vergangenheit und der Gegenwart stellt. Der Riss des zerschlagenen Fußes steht für Aufstehen und Gehen. Er steht für die Auferstehung und den Glauben an ein neues Leben in einer gerechteren Welt. Auch bei uns und heute. Dafür lohnt es, sich auf die Beine zu machen.

Für das Hungertuch hat Frau Moreno Sanchez den Staub vom „Platz der Würde“ in die Laken gerieben. Mit den schwarzen Linien, Kohle, Staub und Leinöl weist sie auf Leiden und Schmerz hin. Gold und Blumen, hervorgehoben aus den Prägungen des Leinenstoffs, symbolisieren Kraft und Schönheit des neu erblühenden Lebens. „Die Linien vermitteln neben aller Schwere ein Gefühl von Leichtigkeit. Sie scheinen zu tanzen: Leben ist ein Prozess, der weitergeht – auch mit verwundeten und gehemmten Füßen vertrauen wir auf die Kraft der Solidarität.“ (C. Kolletzki)

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die soziale Lage vieler Menschen verschärft und bringt politische und soziale Systeme an ihre Grenzen.

Der Glonner Tisch sorgt sich um die gerechte Verteilung von Lebensmitteln, auch während der Corona-Pandemie. Wir bauen gemeinsam mit unseren Helferinnen und Helfern an der Brücke zum besseren Leben. Diese ist belastbar. Wir gehen den Weg gemeinsam – mit Umsicht. Das hat sich bewährt. Bauen Sie mit!

November 2020
Petra Ibach Graß für den Glonner Tisch

https://fastenaktion.misereor.de/fastenaktion-hungertuch Der Text entstand in Anlehnung an die Auslegung von Dr. Claudia Kolletzki, Aachen



Zwischenbericht vom 1. Juli 2020

Der Glonner Tisch arbeitet während der Corona-Krise weiter!

Das war keine leichte Entscheidung – gehören doch viele unserer tüchtigen Helfer*innen selbst in die Gruppe der Corona gefährdeten Personen. Also, weitermachen, oder die Leistungen einstellen, wie es viele Tafeln gemacht haben. Wir haben als Organisations-Team des Glonner Tischs über die Möglichkeiten gesprochen, die wir unter den derzeitigen Bedingungen für unsere Kunden leisten können und wollen und kamen zu dem Schluss: Der Glonner Tisch macht weiter – reduziert, „wir fahren auf Sicht! Aber wir fahren. Unsere Kunden sind auf die Lebensmittel angewiesen. Wir erhalten die Basisversorgung aufrecht – solange es geht. Wir verhalten uns safe.“

Und wer leistet dann die Lebensmittelverteilung jetzt?

Die Entscheidung fürs Weitermachen hat das Organisationsteam getroffen und so muss der Einsatz auch in erster Linie durch die Organisationsmitglieder geleistet werden. Und da arbeiten auch nur die, die wollen und können. Denn: Der Einsatz aller Helfer*innen ist freiwillig. Jeder muss ganz persönlich entscheiden, ob er sich die Arbeit unter den derzeitigen Bedingungen zumuten kann.

Bin ich jetzt unzuverlässig, wenn ich heute NEIN zu meinem Dienst sage?

Diese Frage quält viele unserer jung gebliebenen Senior*innen, die den größten Teil des Helfer*innenkreises ausmacht! Ganz entschieden sagen wir: Ihr alle leistet einen so wunderbaren Einsatz. Vielen von Euch sind seit mehr als 10 Jahren, also seit Bestehen des Glonner Tischs dabei! Ihr dürft NEIN sagen. Euer NEIN ist das JA zum richtigen Verhalten in der Krise. Es ist wichtig und richtig, denn wir wünschen uns sehr, dass Ihr alle nach der Krise gesund und fröhlich Eure Touren, das Café und die Ausgaben wieder in Angriff nehmt.

Wie kann der Glonner Tisch dann funktionieren, wenn jetzt viel weniger Helfer*innen am Start sind?

Wir arbeiten reduziert. Zurzeit entfällt das Café, ebenso die kräftezehrenden Sortieraktionen der Frischwaren. Das heißt konkret, wir kommen mit weniger Womenpower aus: 3 Personen mittwochs und 3 Personen donnerstags, damit sind wir gut aufgestellt und können den Sicherheitsabstand einhalten! Wir bereiten Warenkisten für Familien und für Einzelpersonen vor. Die Ausgaben erfolgen dann donnerstags ab 10:00 Uhr im überdachten Bereich, vor dem Eingang zum Untergeschoss des katholischen Pfarrheims, im Freien. Ältere und behinderte Personen erhalten bei der Ausgabe den Vorrang. Wir verzichten auf die Ein-Euro-Gabe. Es läuft bisher sehr entspannt.

Und dann entsteht etwas ganz Besonderes!

Plötzlich tun sich in der Krise neue Perspektiven auf! Menschen, die sonst zur Arbeit gehen, haben auf einmal Zeit und helfen beim Glonner Tisch. Junge bestücken die Kisten und unterstützen bei der Ausgabe. Mitglieder aus dem Helferkreis des Gewerbeverbands beliefern Kunden. So können alte und kranke Personen sogar zuhause versorgt werden. Es ist riesengroßer Zusammenhalt, Anerkennung und Dankbarkeit zu spüren, von allen für alle! Und noch eins: Die Bairer Firmlinge sammelten am Palmsamstag ausnahmsweise Geld. Engagierte aus der Gemeinde legten auf die gesammelte Summe noch Eins auf. Aus dem Erlös wurden Waren von EDEKA Gasteiger zusammengestellt, die wir dann in der Folgewoche verteilen durften. Ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ Ihnen allen und besonders den Jugendlichen für ihr Engagement. Danke, dass Ihr Jahr für Jahr dem Glonner Tisch treu seid!

Ein großer Dank geht auch an die Bürger*innen, die den Glonner Tisch mit Geldspenden unterstützen und durch kreative Ideen einem Mehrwert schaffen! Da näht eine WSV Verantwortliche sportlich bunte Schutzmasken und ruft zu Spenden für den Glonner Tisch auf. Mit Ihren Spenden fördern Sie alle, zusammen mit dem Einzelhandel und der Marktgemeinde das ökumenische Programm zur gerechten Verteilung von Überfluss in Glonn. Sie tragen dazu bei, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit Woche für Woche hochwertige Lebensmittel zukaufen und verteilen können. Benachteiligte Personen können jeden Donnerstag von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr am Seiteneingang des Pfarrheim, Wolfgang-Wagner-Str. 15, 85625 Glonn unkompliziert Lebensmittel vom Glonner Tisch erhalten.
 
01.07.2020 Für das Organisationsteam Petra Ibach-Graß

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Der folgende Artikel ist auch im Glonner Marktschreiber, Ausgabe 241, Juni 2020 erschienen.

Glonne Tisch zieht Zwischenbilanz in der Corona-Zeit
 
Seit dem Beginn der Corona-Krise bietet der Glonner Tisch eingetränkten Service seinen Kundinnen und Kunden. Nach zwei Monaten ist es Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen.  1. Das Angebot an Waren wird allseits sehr geschätzt. Die Familien sind dankbar, ebenso besonders die Personen, die nicht mobil sind. 2. Eine Welle von Hilfsbereitschaft hat uns erreicht. Sach- und Geldspenden sowie persönliches Engagement der Glonner Bevölkerung überzeugen! 3. Es gibt Erfahrungen aus der Krisenzeit, die wir für die Zukunft gut nutzen können. Die reibungslose Warenausgabe spricht für sich, Kaffeeklatsch und Austausch kommen Corona bedingt zu kurz. Der Glonner Tisch konnte sein Angebot ohne Unterbrechung aufrechterhalten. Das war und ist möglich, weil alle Beteiligten umsichtig und sorgfältig handeln. Umsichtig sein heißt, auf den anderen zu achten, egal ob dieser nun Helfer oder Kunde ist. Umsichtiges Handeln ist etwas, das wir aus der Krise mitnehmen können. Jeder muss im Umgang mit dem anderen achtsam sein. Sicherheitsmaßnahmen, wie Mund und Atemschutz, Handschuhe und Abstandswahrung werden von Helfern und Kunden beachtet. Das ist und war eine Voraussetzung für den Erhalt von Waren und die Voraussetzung für einen wirklich ausgewogenen Warenkorb. Wie darf man sich diesen vorstellen? Milch, Jogurt und Butter werden dank Zukauf immer regelmäßig verteilt. Gemüse und Obst werden ebenfalls zugekauft. Es gibt Gurke, Zwiebel, Paprika oder jetzt bald auch Tomaten. 1-2 kg Kartoffeln sind immer dabei. Frisches Obst kommt mit Bananen und Äpfeln in den Korb. Reis oder Nudeln sind wechselnde Grundnahrungsmittel und als Kohlehydratspender sehr gefragt. Es kann auch schon mal Couscous sein. Besonders beliebt sind weiße Semmeln und Baguette, aber auch Vollkornprodukte werden von einigen Kunden geschätzt. Da hat eben jeder so seine Vorlieben. Die besten Eier kommen hier aus der Region. Zwei Betriebe versorgen uns regelmäßig. Die süßen Teilchen werden auf die Warenkörbe aufgeteilt und so bekommt jeder etwas Feingebäck zum Nachmittagskaffee zu Hause. Honig, Kaffee und Öl sind Produkte der „Extraklasse“ und kommen im Wechsel in den Warenkorb, auch Spezielles wie Hygieneartikel oder Süßigkeiten.  Enorm viel Engagement kommt aus der Bevölkerung durch Spendengelder und gesammelte Waren. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Lebensmittelmarkt in Oberpframmern ein Regal zulässt, in das Käufer*innen bezahlte Produkte für den Glonner Tisch hineinlegen können. Da kommt immer eine ordentliche Menge haltbarer Lebensmittel zusammen, für die wir sehr dankbar sind. Und da, wo wir zukaufen, bekommen wir oft einige Prozente. Dass soll auch einmal deutlich werden! Engagement und aktive Mitarbeit hat der Glonner Tisch beim Abholen der Waren erfahren. Auch die Lieferketten an weniger mobile Menschen konnte immer gewährleistet werden. Da gab es einige, die dank Kurzarbeit die Möglichkeit hatten, beim Glonner Tisch auszuhelfen. Ein kurzes Fazit: Der Glonner Tisch ist stabil durch die Krise gegangen. Unsere Helfer haben uns den Rücken gestärkt. Es läuft wirklich entspannt – eben umsichtig.  Wir wünschen allen, Glonnern, Bairer Winklern, Pframmingern, ob alt oder jung: Bleibst g´sund und zuversichtlich!
 
Personen, die Grundsicherung erhalten oder Haushalte, die über ein geringes Einkommen verfügen, können jeden Donnerstag von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr am Seiteneingang des Pfarrheim, WolfgangWagner-Str. 15, 85625 Glonn unkompliziert Lebensmittel vom Glonner Tisch erhalten.  
 
01.06.2020 Für das Organisationsteam Petra Ibach-Graß


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Hygieneeinweisung

Alle Helferinnen und Helfer, die neu zum Glonner Tisch gekommen sind, müssen an einer Hygieneeinweisung teilnehmen, bevor sie mit den Lebensmittel in Kontakt kommen.
Siehe: >>>Hygieneeinweisung
 

Sachspenden

Interressierte Kunden können sich bei der Warenausgabe erkundigen,
oder per Email anfragen bei glonner.tisch@t-online.de.

>>>>>Spenden-Konto